Showcase 20 · Zeitgefühl
Wie lang war gerade?
Zwei kurze Sequenzen laufen nacheinander ab, ohne Uhr und ohne Fortschrittsbalken. Die eine verändert sich kaum, die andere ständig. Schätzen Sie danach, wie lang jede war und welche Ihnen länger vorkam. Erst dann zeigt die Uhr, was wirklich verging.
Das Experiment benötigt JavaScript. Die Erklärung unten ist auch ohne sie lesbar.
- Ablauf
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- Durchgänge
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- Bilder/s
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Schauen Sie einfach zu. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort, auch „für mich gleich lang“ zählt.
Die Auflösung
Ein abweichendes Zeitgefühl zeigt, wie Ihr Gehirn Dauer schätzt. Es zeigt nicht, dass es physikalische Zeit nicht gibt: Die Uhr lief für beide Sequenzen gleich.
So funktioniert es
Beide Sequenzen zeigen dasselbe Raster aus Formen und laufen exakt gleich lang. Die Dauer wird für jeden Durchgang zwischen sechs und zehn Sekunden gewählt und erst nach Ihrer Antwort genannt. In der einen Sequenz ändert sich das Raster nur zweimal, in der anderen etwa jede halbe Sekunde, immer nur eine Form und ohne Blitze. Welche zuerst kommt, entscheidet der Zufall. Gemessen wird mit der Uhr des Browsers. Wird eine Sequenz unterbrochen, durch Anhalten, Wegscrollen oder einen Wechsel des Tabs, beginnt der Durchgang neu, damit Sie nur vollständig gesehene Sequenzen vergleichen.
Die Forschung zur Zeitwahrnehmung beschreibt beide Richtungen: Im Rückblick wirkt eine ereignisreiche Spanne oft länger, weil mehr von ihr in Erinnerung bleibt. Wer dagegen beim Zuschauen auf die Zeit achtet, erlebt eine ereignisarme Spanne oft als länger. Ob und wie sich das bei Ihnen zeigt, lässt sich nicht vorhersagen. Das Experiment sagt etwas darüber, wie das Gehirn Dauer schätzt, nicht über die Physik: Dass sich Zeit unterschiedlich anfühlt, beweist nicht, dass es sie nicht gibt. Ihre Antworten bleiben in diesem Fenster; nichts wird gespeichert oder gesendet.